World Mental Health Day 2020 Achtsamkeit bei Daimler Mobility

10. Oktober 2020 - Achtsamkeit…das war doch diese Sache mit Meditation, Yoga und Räucherstäbchen, richtig? Das ist nicht ganz wahr, aber auch nicht wirklich falsch.Das Wort Achtsamkeit beschreibt den Zustand, in dem man mit seinen Gedanken im Moment ist und nicht hin und her denkt. Wir haben den kommenden World Mental Health Day als Gelegenheit genutzt und uns gefragt: Was passiert bei Daimler Mobility in puncto Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist ein wichtiges Thema bei Daimler Mobility. Angestellte können es in verschiedenen Formaten entdecken, ihr Wissen erweitern und verschiedene Methoden ausprobieren. Das generelle Feedback ist oft, dass es herausfordernd ist, das Gelernte dann im Alltag umzusetzen.

Der Autor und Achtsamkeitsexperte John Stepper scheint mit seinem Programm "Working Out Loud Mindfulness" (kurz: WOL:Mindfulness) eine Lösung für diese Problem gefunden zu haben. Die neue Methode wurde zusammen mit Sophia Rödiger, Lead of Global Transformation Management, entwickelt.

Daimler Mobility ist mitten in der digitalen Transformation. Wir reflektieren hier regelmäßig, ob wir nachhaltig Wirksamkeit sowohl auf der Verhaltens- als auch der organisationalen Verhältnisebene erzielen. Ich bin davon überzeugt, dass Achtsamkeit hier eine Schlüsselkompetenz ist. Sie schärft das Bewusstsein für ein Hinspüren und Hinhören, fördert unsere Resilienz und verhilft Mensch & Technologie zu neuen gemeinsamen Potentialen: achtsam und wirksam.

Sophia Rödiger Lead Global Transformation Management.

Daimler Mobility ist das erste Unternehmen, das die WOL:Mindfulness Methode intern ausprobiert. John Stepper erzählt uns mehr darüber und erklärt, wieso Achtsamkeit eine wichtige Kompetenz ist.

Was ist Achtsamkeit und wieso ist es wichtig? Warum ist sie auch in einem unternehmerischen Umfeld wichtig?

Achtsamkeit mag für den ein oder anderen ein esoterischer Begriff sein, aber eigentlich bedeutet es einfach nur aufmerksam zu sein. Um genauer zu sein, geht es darum zu kontrollieren, welchen Dingen man seine Aufmerksamkeit schenkt und wie man dies macht.Wenn man achtsam ist – sich also dazu trainiert hat die eigene Aufmerksamkeit zu kontrollieren – ist man sich mehr darüber bewusst, was um einen herum passiert. Man kann außerdem die eigene Reaktion bewusster wählen. Achtsamkeit hilft einem dabei klarer zu denken und bessere Entscheidungen zu treffen. Sie hilft außerdem dabei ruhiger und resilienter zu sein. Sich Achtsamkeit als Fähigkeit anzueignen kann dazu führen, dass man effektiver, gesunder und glücklicher ist. Alle diese gut erforschten Vorteile sind sowohl außerhalb als auch während der Arbeit wichtig. Deswegen wurde Achtsamkeit auch schon als „Schlüssel um jeden Aspekt seines Lebens zu verbessern“ beschrieben.

John, woher kam die Idee WOL:Mindfulness zu entwickeln?

Es waren vor allem zwei Gründe. Zunächst war es meine selbstgestellte Herausforderung achtsamer zu werden. Ich habe genug Bücher gelesen und genug Experimente ausprobiert, um zu wissen was ich tun muss und was die Vorteile sein würden. Ich wollte es wirklich tun. Aber er es war schwierig diese Ideen in nachhaltige Gewohnheiten zu verwandeln. Ich habe gesehen, dass das Working Out Loud (WOL) Circle Format Leuten geholfen hat, neue Fähigkeiten, Gewohnheiten und Denkweisen zu entwickeln. Das führte zu der Entscheidung das Format für Achtsamkeit auszuprobieren. Mein erstes Experiment diesbezüglich ist nun zwei Jahre her und ich benötigte mehrere Versuche, um herauszufinden was funktioniert. Ich bin mit der jetzigen Version zufrieden und werde sie weiter verbessern.

Worum geht es bei “WOL:Mindfulness" und wie funktioniert die Methode?

WOL:Mindfulness ist eine selbstorganisierte, peer-support Methode, die einem dabei hilft, Achtsamkeit als Fähigkeit zu entwickeln. Sie unterscheidet sich von vielen anderen Achtsamkeitsprogramme darin, dass sie auf Peer-Beratung und einer breiten Reihe an bewährten Techniken zur Aufmerksamkeitssteigerung baut. Es geht nicht nur um Meditation. Bei WOL:Mindfulness trifft man sich acht Wochen lang einmal die Woche für eine Stunde in Gruppen von vier oder fünf Personen. Das kann virtuell, aber auch persönlich sein. Das WOL:Mindfulness Journal enthält Aufgaben, die man sowohl in den Meetings als auch alleine durchführen kann. Die Methode geht über das “Wieso“ und „Was“ der Achtsamkeit hinaus und bindet das „Wie“ mit ein. Das ermöglicht, für sich selbst eine nachhaltige Praxis zu entwickeln. Im Laufe der acht Treffen lernen die Teilnehmer Methoden um die eigene Aufmerksamkeit zu kontrollieren, lernen theoretische Aspekte und entwickeln Achtsamkeit als Fähigkeit und Gewohnheit.

Kann jeder Achtsamkeit erlernen?

Die kurze Antwort ist “Ja”. Es gibt keine besonderen Anforderungen und man muss kein bestimmter Typ Mensch sein. Die Übungen – und Vorteile – sind universell.

Wie kann man Achtsamkeit zu einer Gewohnheit machen?

Auf die gleiche Art und Weise wie man sonst jede Gewohnheit entwickelt: keine Schritte, durch Übung über Zeit und mit Unterstützung sowie Feedback auf dem Weg dahin. Deswegen ist das Circle-Format so nützlich. Es gibt Struktur, man teilt sich Verantwortlichkeit und bekommt Unterstützung. Dadurch wird das „Ich sollte das ausprobieren“ zu einem „Ich mache das und entdecke die Vorteile bis es zu einer Gewohnheit wird“. Ich hoffe, dass einige der Leser es ausprobieren werden.

Über John Stepper

John Stepper war bis 2016 Managing Director bei der Deutschen Bank. Als Autor, Redner und Berater verbreitet er weltweit die von ihm entwickelte Methode "Working Out Loud".

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