Leasing: Fragen und Antworten Wir klären die wichtigsten Fragen

 

Beim Leasing eines Fahrzeugs können Sie aus drei Varianten wählen:

  • Kilometerleasing
  • Restwertleasing
  • Nutzungsbasiertes Leasing

Kilometerleasing

Beim weit verbreiteten Kilometerleasing ist der Kunde in der komfortablen Situation, dass er zu Beginn des Leasings lediglich seine Kilometer, die er zurücklegen möchte, sowie die Laufzeit festlegt. Dabei gilt: Je höher die Gesamtfahrleistung, desto höher die Leasingrate. Sie sollten daher vor dem Leasing abschätzen können, wie häufig Sie Ihr Fahrzeug voraussichtlich nutzen. Denn wenn Sie nur 10.000 Kilometer pro Jahr fahren, fällt die Monatsrate entsprechend niedriger aus als bei 20.000 oder sogar 30.000 Kilometern. Halten Sie sich an die veranschlagten Kilometer, so müssen Sie am Leasingende mit keinen weiteren Kosten rechnen. Sollten Sie mehr Kilometer gefahrenen sein als zu Beginn vereinbart, zahlen Sie einfach die Differenz für die mehr gefahrenen Kilometer drauf. Der Mehrpreis pro Kilometer wird im Leasingvertrag festgehalten. Andersrum bekommen Sie bei Vertragsende sogar Geld zurück, sollten Sie weniger Kilometer als abgemacht gefahren sein. Das Kilometerleasing ist transparent und Sie werden nicht durch Folgekosten am Leasingende überrascht.

Restwertleasing

Beim Restwertleasing wird vor Leasingbeginn berechnet, welchen Restwert das Fahrzeug am Ende der Leasingphase haben wird. Dieser Wert ist abhängig von der Leasingdauer, der Laufleistung und dem kalkulierten Wertverlust während der Leasingphase. Am Restwert orientieren sich dann die monatlichen Raten. Beim Restwertleasing fallen die Leasingraten häufig geringer aus als beim Kilometerleasing, jedoch trägt der Leasingnehmer das Risiko, falls der kalkulierte Restwert am Ende der Vertragslaufzeit nicht erzielt wird. In diesem Fall kommt der Leasingnehmer für den Differenzbetrag auf. In einer mehrjährigen Nutzungsphase des Fahrzeugs können sich beispielsweise politische Entscheidungen wie Fahrverbote, Subventionen für Neuwagen oder etwa rasante Technologieentwicklungen negativ auf den Restwert des Leasingfahrzeugs auswirken.

Nutzungsbasiertes Leasing

Beim traditionellen Leasing prognostiziert der Kunde vor Vertragsabschluss die Laufleistung seines Fahrzeugs für die gesamte Leasinglaufzeit. Wird die Laufleistung überschritten, fällt eine Nachzahlung an. Mit einem nutzungsbasierten Leasing, auch „Dynamic Lease“ oder „Pay-as-you-drive“ Leasing genannt, bezahlen Kunden neben einer Basisgebühr nur für die tatsächlich gefahrenen Kilometer. Der Kilometerstand des Fahrzeugs wird mit Einverständnis des Kunden automatisch über die Konnektivitätssysteme übermittelt. So kann auf Monatsbasis die fahrzeugspezifische Rate für den Kunden berechnet werden.

Die Höhe der Monatsraten hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen, für welche Leasingvariante Sie sich entscheiden: Kilometer- oder Restwertleasing. Zudem kommt es darauf an, wie hoch der Bruttolistenpreis Ihres Traumfahrzeugs ausfällt, wie viele Kilometer Sie fahren wollen und wie lange die Laufzeit ist. Die monatliche Belastung kann durch eine Sonderzahlung zu Leasingbeginn gesenkt werden. Entscheiden Sie sich zudem für ein Rundum-Sorglos-Paket und nehmen weitere Serviceprodukte in Anspruch, - etwa für Wartung, Garantie oder Versicherung - wird auch dies zu Ihrer monatlichen Rate hinzugerechnet. Dadurch haben Sie während der Laufzeit keine separaten Kostenpunkte, sondern von vorne herein einen guten Überblick über die Gesamtkosten. Über den Leasingfaktor können Sie Leasingangebote vergleichen: Monatsrate geteilt durch den Bruttolistenpreis multipliziert mit dem Faktor 100. Je niedriger der Leasingfaktor, desto besser das Angebot.

Als Leasingnehmer sollten Sie Ihr Fahrzeug so pfleglich behandeln, als ob es Ihr Eigentum wäre. Dazu zählen regelmäßige Inspektionen genauso wie die Reparatur des Fahrzeugs bei etwaigen Schäden. Denn bei der Leasingrückgabe wird genau hingeschaut. Leichte Gebrauchspuren am Fahrzeug, die für die Laufzeit üblich sind, werden nicht bemängelt. Anders sieht es bei größeren Schäden aus. Dann müssen Sie als Leasingnehmer für den Minderwertausgleich aufkommen. Daher ist es sinnvoll mit dem Leasingvertrag die wichtigsten Service-Pakete mitzubuchen, etwa für Wartung und Inspektion oder Reifen. Auch Garantieverlängerungen lohnen sich, wenn die Herstellergarantie vor dem Ende der Leasinglaufzeit ausläuft. Sie sind zwar nicht zu einer Vollkaskoversicherung verpflichtet, dennoch empfiehlt sich beim Leasing der Rundumschutz. Bei vielen Leasinggesellschaften erhalten Sie auch die Kfz-Versicherung zum Fahrzeug, so haben Sie alle Kosten in Ihrer monatlichen Leasingrate integriert und können mit einem monatlichen Gesamtbetrag kalkulieren. Dadurch wird das Leasing transparent und die Kosten sind besser planbar.

Sie können auch Ihren nächsten Gebrauchtwagen leasen. Aufgrund des geringeren Wertes des Fahrzeugs fällt auch die monatliche Leasingrate geringer aus. Wie beim Neuwagenleasing können Sie auch bei Ihrem Gebrauchtwagen unsere Serviceprodukte wie das Wartungs-Paket, das Garantie-Paket oder eine Kfz-Versicherung hinzubuchen und mit der monatlichen Leasingrate kombinieren. Somit sind Sie trotz des höheren Alters Ihres Fahrzeugs vor weiteren Kosten wie Inspektion und Reparatur abgesichert.

Leasing hat den Vorteil der planbaren monatlichen Belastung. Beim Service-Leasing sind zudem alle wichtigen Serviceleistungen mit abdeckt und in der Leasingrate inkludiert, wie Reifenersatz, Wartung und Inspektion oder eine Kfz-Versicherung. Leasing ist zudem für alle interessant, denen es wichtig ist, stets ein neues Modell zu fahren oder unterschiedliche Autos und Fahrzeugtypen auszuprobieren. Denn beim Leasing nutzen Sie in der Regel das Fahrzeug zwei bis drei Jahre, dann geben Sie es wieder zurück und leasen sich ein neues Auto. Sie sind also kein Eigentümer und müssen sich auch um den Verkauf keine Gedanken machen. Leasing hat zudem den Vorteil, dass Sie im Gegensatz zum Kauf eines Fahrzeugs lediglich eine monatliche Rate bezahlen und somit Ihr Geld für andere Investitionen auf der Seite haben. Gewerbetreibende profitieren beim Leasing zudem von einem steuerlichen Vorteil. Die monatlichen Leasingraten sind in voller Höhe von der Steuer absetzbar und vermindern so kontinuierlich die Steuerlast.

Die Gemeinsamkeiten:

In beiden Fällen zahlen Sie monatliche Raten, die sich anhand der geplanten jährlichen Kilometerlaufleistung, der Laufzeit des Vertrages sowie der Höhe einer optionalen einmaligen Sonderzahlung zu Vertragsbeginn berechnen.

Die Unterschiede:

Beim Leasing geben Sie das Fahrzeug nach dem Ende der Vertragslaufzeit zurück an den Leasinggeber – egal, ob Sie sich für ein Kilometer- oder Restwertleasing entscheiden. Bei einer Drei-Wege-Finanzierung hingegen haben Sie am Ende der Laufzeit drei Optionen: Sie erwerben das Fahrzeug, indem Sie die Schlussrate auf einmal tilgen, Sie finanzieren die Schlussrate über einen erneuten Kredit oder Sie geben das Fahrzeug wie beim Leasing einfach zurück. Die Schlussrate ist in der Regel der zu Vertragsbeginn kalkulierte Restwert, den das Fahrzeug am Ende der Vertragslaufzeit haben wird. Als Kreditnehmer können Sie die Vermarktung des Fahrzeuges selbst in die Hand nehmen. Erzielen Sie einen hohen Preis, können Sie damit die Schlussrate begleichen und mit dem restlichen Betrag eine Sonderzahlung für eine Finanzierung eines anderen Fahrzeugs leisten. Wenn Sie das Fahrzeug zurückgeben möchten, verhält es sich wie beim Restwertleasing: Erzielt das Fahrzeug aufgrund der Gebrauchsspuren oder von Schäden infolge eines Unfalls nicht den angedachten Restwert, müssen Sie in beiden Fällen für die Differenz aufkommen. Wichtig für Gewerbetriebende: Anders als beim Leasing können Sie die Raten bei einer Finanzierung nur für den Zinsanteil steuerlich geltend machen. Hier wird der Wert des Fahrzeugs über eine bestimmte Dauer abgeschrieben.

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