Flotten-Lexikon Begriffe aus dem Fuhrparkmanagement

Captive und Non-Captive

Im Leasing spricht man von einer Captive-Gesellschaft, wenn Hersteller mit ihrer eigenen Leasinggesellschaft oder einem Partner das gesamte Leistungsspektrum abdecken. Freie, markenunabhängige Leasinggesellschaften hingegen werden als Non-Captives bezeichnet. Sie sind unabhängig und nicht an einen bestimmten Automobilhersteller gebunden.

Ein-Prozent-Regelung

Die Ein-Prozent-Regelung bestimmt die Versteuerung eines Firmenwagens. Wenn dieser privat genutzt wird, muss der dadurch entstandene geldwerte Vorteil versteuert werden. Die Ein-Prozent-Regel bestimmt diesen pauschal: der Dienstwagenfahrer muss ein Prozent des Bruttolistenpreises jeden Monat als Einkommen versteuern. Der Betrag wird dann zum monatlichen Bruttogehalt hinzugerechnet und anschließend vom Netto-Bezug abgezogen. Alternativ zu dieser pauschalen Bestimmung kann der tatsächliche Nutzen durch ein Fahrtenbuch ermittelt und darauf basierend versteuert werden.

Halterhaftung

Hafterhaltung bedeutet, dass Fahrzeughalter:innen für Verstöße im Straßenverkehr verantwortlich gemacht werden. Dies gilt in einigen europäischen Ländern. Auch in Deutschland ist das der Fall, allerdings nur für den ruhenden Verkehr, wie Park- oder Halteverbote, und nicht für den fließenden Verkehr. Das gilt gleichermaßen für private und gewerbliche Fahrzeuge und betrifft damit auch den Fuhrpark.

Mischfahrt

Eine Mischfahrt ist eine Fahrt mit dem Dienstwagen, die nicht eindeutig als privat oder geschäftlich eingeordnet werden kann. Im Fahrtenbuch muss genau dokumentiert werden, ob Mitarbeiter:innen einen privaten oder betrieblichen Weg zurückgelegt haben. Bei einer Kombination von beidem handelt es sich um eine Mischfahrt, z.B. wenn Mitarbeiter:innen auf dem Weg zur Arbeit ihr Kind in den Kindergarten bringen, die auch als solche im Fahrtenbuch vermerkt werden sollte. In einem Kommentar sollte der Grund und die Länge des Umwegs festgehalten werden.

Poolfahrzeug

Dienstwagen ist nicht gleich Dienstwagen. Während der klassische Dienstwagen meist von einem Mitarbeiter:in genutzt wird, steht ein Poolfahrzeug mehreren Mitarbeiter:innen zur Verfügung. Die Berechtigten teilen sich die Poolfahrzeuge, was die Kosten für den Fuhrpark reduziert. Je nach Dienstwagenregelung des Unternehmens können Poolfahrzeuge auch für private Zwecke genutzt werden.

Sale and Lease Back

Sale and Lease Back (SLB) ist eine Form des klassischen Finanzierungsleasings. Beim Leasing übergibt der Leasinggeber ein Fahrzeug an den Leasingnehmer, der für die Nutzungsrechte eine Leasingrate bezahlt. Beim SLB verkauft der Leasingnehmer das in seinem Eigentum befindliche Fahrzeug zuvor an den Leasinggeber und least es von diesem wieder zurück. SLB ist eine Möglichkeit für Unternehmen, um schnell Liquidität ohne Einschränkungen im operativen Geschäft zu erhalten.

TCO

Total Cost of Ownership (TCO) beschreibt die gesamten Betriebskosten eines Fahrzeugs, also sämtliche Kosten, die über die gesamte Lebensdauer anfallen.

Remarketing

Unter das Remarketing fallen alle Prozesse rund um den Kauf und Verkauf gebrauchter Firmenfahrzeuge.

GAP

GAP steht für „guaranteed asset protection“ (Garantierte Vermögensschutzversicherung) und ist eine Zusatzversicherung, die häufig beim Leasing oder der Finanzierung abgeschlossen wird. Sie schließt zusätzlich zur Vollkasko-Versicherung die finanzielle Lücke zwischen dem Restbetrag aus dem Leasing- oder Finanzierungsvertrag und dem Wiederbeschaffungswert bei Verlust, Zerstörung oder Totalschaden des Fahrzeugs.

User Chooser

Als User Chooser bezeichnet man Mitarbeiter:innen, die einen Dienstwagen als Motivationsmittel zugesprochen bekommen. Im Rahmen der Dienstwagenverordnung haben diese Mitarbeiter:innen in der Regel ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Dienstwagens. User Chooser können sich dann anhand bestimmter Vorgaben in der Dienstwagenregelung Marke und Modell meist selbst auswählen und ihr Wunschfahrzeug gegebenenfalls über einen Online-Konfigurator selbst zusammenstellen.

UVV

Die Unfallverhütungsvorschriften regeln den Schutz der Gesundheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Vorschriften und Regeln sollen Arbeitsunfälle, Gefahren und berufsbedingte Krankheiten vorbeugen und gehen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus. Auch Dienstfahrzeuge zählen zum Arbeitsplatz, weshalb es UVV-Vorschriften speziell für den Fuhrparkt gibt, wie z.B. die regelmäßige Unterweisung der Fahrer oder die Untersuchung der Fahrzeuge. Fuhrparkleiter:innen müssen dokumentieren, dass diese Vorschriften regelmäßig eingehalten werden.

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